Operationen des grünen Stars (Glaukom)

Der grüne Star – auch Glaukom genan­nt – ist eine Er­krankung, bei der ein er­höhter Augen­innen­druck den Seh­nerv schädigt. Dabei fließt das Kam­mer­was­ser durch den Kam­mer­winkel im Auge nicht aus­reich­end ab, der Druck im gesamten Augen­in­neren er­höht sich. Un­be­handelt kann der grüne Star zur Er­blindung führen. Man unter­scheidet zwischen primären und sekundären Glaukomen, Letztere kön­nen als Folge einer anderen Grund­er­krankung ent­stehen.
Für die Glau­kom­therapie gibt es heute eine Viel­zahl unter­schied­lich­ster Augen­tropfen und sonstiger Medikamente, mit denen der Augen­druck zu­ver­lässig über Jahre hin­weg ge­senkt werden kann. Neben den Augen­tropfen kann auch der Ein­satz unter­schied­licher Laser­techniken den Augen­druck senken. Führen Augentropfen und Laser nicht zum gewünschten Erfolg, bleibt nur die Operation.
Die Glaukomoperation ist ein mikro­chirur­gischer Ein­griff unter ört­licher Be­täubung. Dabei wird ein künst­licher Ab­fluss aus dem Augen­inneren unter die Binde­haut des Auges ge­schaf­fen. Als Folge ver­ringert sich der Augen­in­nen­druck, weil das Kam­mer­was­ser über diesen neu ge­schaf­fenen Kanal ab­fließen kann. Nach einer Glaukomoperation muss vor allem der aus­reich­en­de Ab­fluss des Kam­mer­was­sers durch den neu ge­schaf­fenen Kanal sicher­ge­stellt und einer Ver­narbung vor­ge­beugt werden. Dies wird meistens durch eine ent­zündungs­hem­mende Tropf­therapie über sechs bis acht Wochen erreicht.