Hornhauttransplantationen

Ist die Horn­haut durch Ent­zün­dun­gen, Ver­letzun­gen, degen­era­tive Er­krank­un­gen oder an­lage­be­dingte Form­ver­änderun­gen (Keratokonus) ver­narbt und trübe ge­worden, wird kein deut­liches Bild mehr auf die Netz­haut pro­jiziert. Das Seh­ver­mögen kann nur dann wieder­hergestellt werden, wenn man zentrale Hornhautanteile durch Spen­der­horn­haut­gewebe er­setzt. Die Horn­haut­transplan­ta­tion wird in der Regel stationär und un­ter ört­licher Be­täubung vor­ge­nommen. Man unter­scheidet zwei Methoden:

perforierende Keratoplastik
Das klas­sische Ver­fahren ist die per­forier­en­de Kerato­plastik, bei der eine 7 bis 8 mm große Schei­be mit der ge­sam­ten Horn­haut­dicke mit­hilfe eines Rund­mes­sers aus der trüben Horn­haut ent­nom­men und durch eine ge­sunde Spen­der­horn­haut­scheibe er­setzt wird.


lamellierende Keratoplastik
Bei der lamellierenden Ker­ato­plastik wird nur die ge­schädigte Schicht der Horn­haut ent­fernt und durch Spender­gewebe er­setzt. Bei der vor­deren lamellie­ren­den Kerato­plastik werden ober­flächliche Narben oder beim Keratokonus die ins­tabilen vor­deren An­teile des Horn­ge­webes durch ge­sundes Horn­haut­material ersetzt. Bei der hin­teren lamellierenden Kerato­plastik wird die kranke In­nen­schicht der Horn­haut durch ge­sundes Horn­haut­spender­gewebe er­setzt. Der Vor­teil der lamellierenden gegen­über der per­forie­renden Technik ist eine wesent­lich schnel­lere Heilung und Wieder­her­stellung des Seh­ver­mögens. Die Ge­fahr einer Abstoß­reaktion auf das Spender­gewebe ist ge­ringer, es ent­steht seltener eine stärkere Horn­hautverkrümmung.