Laserchirurgie der Netzhaut und des Glaukoms

Bei einem Netz­haut­loch oder einem Gebiet der Netz­haut, die als Riss­stelle ge­fährdet er­scheint, wird die Netz­haut mittels Laser­koagula­tion rund um das ent­stande­ne Loch an die Ader­haut an­ge­heftet. Die dabei ent­stehende Wärme ver­ursacht eine um­schriebene Narbe rund um das Netz­haut­loch. In­ner­halb von ein bis zwei Wochen ist die Ver­narbung ab­geschlos­sen und die An­heftung der Netz­haut an die Ader­haut stabil.
Bei der diabetischen Netz­haut­erkrankung können Gefäß­neu­bildungen sowie nicht durch­blutete Netz­haut­gebiete und Ödeme durch die Laser­koagulation be­handelt wer­den. Die Laser­koagula­tion er­zeugt um­schriebene, wohl­dosierte Narben im Netz­haut­gewebe. Bei der fokalen Laser­koagulation werden beispiels­weise Flüssig­keits­an­samm­lungen (Ödeme) an der Stel­le des schärfsten Sehens be­handelt. Bei der pan­retinalen Laser­koagulation werden nicht durchb­lutete Netz­haut­areale koaguliert.
Für die Laser­behand­lung des grünen Stars (Glaukom) stehen drei Metho­den zur Ver­fügung: Bei der Be­hand­lung mit dem Argonlaser wird durch die Ent­stehung von Laser­narben der Kammer­wasser­ab­fluss verbes­sert. Mit dem Neodym-YAG-Laser wird eine Ver­bindung zwischen der hinteren Augen­kam­mer, in der das Kam­merwas­ser pro­duziert wird, und der vor­deren Augen­kammer, in der das Kam­merwas­ser ab­fließt, ge­schaf­fen. So kann die Ent­stehung eines Glau­koman­falls ver­hindert werden. Bei der Cyclophoto­koagula­tion wird die Bil­dung des Kam­merwas­sers ver­mindert und der Augen­innen­druck gesenkt.