Operationen bei Schielerkrankung

Als Schielen, medizi­nisch Strabismus, wird eine Fehl­stel­lung der Augen be­zeich­net, bei der die Blick­richtung des einen Auges von der des an­deren Auges ab­weicht. Bei der Schiel­er­krankung im Kindes­alter handelt es sich nicht nur um einen „Schön­heits­fehler“, sondern um eine sehr ernst zu neh­men­de Augen­er­krank­ung. Auch bei Er­wachsenen kann es zu einer Schiel­er­krank­ung kom­men, etwa durch Un­fälle, Nerven- oder Hirn­er­krank­ungen oder auch bei Durch­blutungs­störungen nach Schlag­anfäl­len oder bei Zucker­krank­heit.

Bei der Schiel­operation wird die Fehl­stel­lung durch eine Stel­lungs­korrek­tur an den äußeren Augen­muskeln eines oder beider Augen be­seitigt. Je nach Schiel­winkel werden dabei ein oder mehrere Augen­muskeln ver­kürzt oder an ihrem An­satz am Aug­apfel ver­lagert. Um die Augen­muskeln bei der Operation zu erreichen, muss lediglich die sehr gut heilen­de Binde­haut ge­öffnet werden.
Die Operation kann beim Er­wach­senen in ört­licher Be­täubung er­folgen, beim Kind wird die All­ge­mein­narkose bevor­zugt. So be­merken Kinder bei der Operation nicht mehr als die Be­ruhigungs­spritze. Nach sorg­fältiger augen­ärztlicher Unter­suchung vor dem Ein­griff haben Schiel­opera­tionen eine sehr große Erfolgs­quote, sie sind auch überaus risikoarm. Nach der Operation wird in aller Re­gel nur für einige Tage ein leichtes Fremd­körper­gefühl in der Augen­höhle, vor allem bei Blick­be­wegun­gen, ge­spürt. Regel­mäßige Nach­unter­suchun­gen durch den Augen­arzt sichern das operativ er­reichte Er­gebnis.