Tumorchirurgie der Lider und Orbita

Ob gutartig oder bösartig – Ziel jeder Tumoroperation ist es, das veränderte Gewebe vollständig zu ent­fernen und dabei die Lid­funktion und den ästhe­ti­schen Lid­aspekt zu er­halten.
Im Bereich der Augen­lider und der Augen­höhle kommen viele unter­schiedliche Gewebearten vor, aus denen sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren ent­stehen können. Als „Tumoren“ bezeichnet man im klinischen Alltag auch entzündliche Lidveränderungen, die mit einer Lid­schwel­lung ein­her­gehen. Die eigentlichen Lidtumoren entstehen in der äußeren Lidhaut, in den Liddrüsen und im Binde­ge­webe. Die häufig­sten gutartigen Tumoren sind die Gers­ten­körner, die Hagel­körner und die unter­schied­lichen Lid­warzen. Eine Sonder­form sind die pigmentierten Tumoren, die Naevi, die Melanosen und die Melanome.
Über 90 Prozent der bösartigen Lidtumore sind Basaliome. In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten

wurden sie immer häufiger diagnostiziert. Eine Ursache dafür ist, dass sich die Nach­kriegs­generation ver­mehrt dem Sonnen­licht aus­ge­setzt hat. Bei manchen Be­trof­fenen liegt auch eine genetische Dis­position zu­grunde.
Die sicherste Operations­variante bei größeren Lid­basaliomen ist die zwei­zeitige Operation, bei der das Lid erst nach der histo­logisch kontrollierten voll­ständigen Tumor­ent­fernung wieder auf­gebaut wird.
Alle Ein­griffe an den Augen­lidern zur Ent­fernung von Tumoren und zur Wieder­her­stellung der Lid­funktion nach Tumor­ent­fernung haben das Ziel, ein ästhetisch und funktionell optimales Er­gebnis zu er­zielen. Dabei muss sich die Operations­methode nach der Lokalisation und der Aus­dehnung des Tumors richten und vor allem auch danach, ob die Ver­änderung als gut- oder bös­artig ein­zustufen ist.